AMOLED – Technik

AMOLED ist die Abkürzung für Active Matrix Organic Light Emitting Diode. Bei dieser Technik werden die einzelnen Pixel mit Hilfe einer Aktive Matrix gesteuert. Das heißt, dass jeder Pixel über eine eigene Stromverbindung verfügt und so zum Leuchten gebracht wird. Ein Pixel besteht aus vier OLEDs. Diese bestehen aus mehreren organischen Schichten. Innerhalb dieser organischen Dioden driften elektrisch aufgeladene Teilchen zwischen einer Kathode und einer Anode hin und her und treffen in der Emitterschicht aufeinander. Die Kathode besteht aus einem Metall oder einer Legierung, die Anode ist eine beschichtete Trägerscheibe. Die Teilchen werden je nach Art des Zusammentreffens elektrisch angeregt und leuchten dadurch. Diese molekularen Teilchen lassen sich chemisch so aufbauen, dass das Licht in unterschiedlichen Wellenlängen, also unterschiedlichen Farben, ausgestrahlt wird. Ob eine Farbe beim AMOLED Display erstrahlt oder nicht, hängt vom Energieabstand zwischen angeregtem und Grundzustand ab.

Die Vorteile und Eigentschaften von AMOLED

Ein AMOLED Display kann sehr flach gebaut werden und in Zukunft sogar auf biegsame Materialien verbaut werden.
AMOLED benötigt keine Hintergrundbeleuchtung, da die einzelnen Kristalle selbst leuchten. Dadurch ist der Kontrast sehr viel besser als bei herkömmlichen LCD Displays. Bei LCD wird ein dunkler Bildpunkt durch abschatten dargestellt. Bei der neuen Technik dagegen fliest einfach kein Strom mehr durch den Pixel, er wird also komplett abgeschaltet. So sieht das Schwarz sehr viel satter aus. Neben der höheren Bildqualität spart man also auch einiges an Energie. Vor allem mobile Geräte, wie z.B. Handys, nutzen diese Technik schon.

2003 gelang IBM Research in Kooperation mit International Display technology (IDTech) und Chi Mei Optoelections (CMO) der wissenschaftliche Durchbruch. Es wurde ein 20-Zoll AMOLED Bildschirm in Vollfarbe demonstriert. Durch die kostengünstige Produktion und dem niedrigen Stromverbrauch stellte diese neue Technik eine wettbewerbsfähige Alternative zu den Aktiv-Matrix LCDs dar, welche zu jener Zeit den Flachbildschirmmarkt beherrschte.

Die Zukunft von AMOLED

Die Möglichkeiten AMOLED zu nutzen sind sehr vielfältig. Nicht nur kleine Displays können daraus hergestellt werden. Diese Dioden lassen sich sehr dünn verbauen und sogar drucken. So könnte daraus s ein E-Paper entstehen. OLEDs könnten so auf einer flexiblen, biegsamen Oberfläche eine moderne Zeitung sein.

Außerdem könnte man diese Technik auch als eine effiziente Lichtquelle nutzen. Derzeit werden einige innovative Beleuchtungskonzepte erforscht. Dazu gehören z.B. leuchtenden Tapeten und Vorhänge, welche die Farbe wechseln können.

Durch intelligente Nutzung dieser Technik kann heutzutage schon viel Energie gespart werden. So kann durch das Design einer Benutzeroberfläche der Akku eines Handys geschont werden. Da Schwarz kein Strom benötigt und Rot und Grün nur wenig können so insgesamt bis zu 42 Prozent Energie im Vergleich mit normalen LCD Displays gestarrt werden.

Wie man sehen kann, wird sich diese Technik in Zukunft wohl weiter etablieren und unser Leben verändern. Auf unserer Webseite informieren wir Sie immer über den aktuellen Stand der AMOLED.

Bookmarken:
  • Facebook
  • Twitter
  • MisterWong.DE
  • del.icio.us
  • LinkArena
  • Digg
  • LinkedIn
  • Technorati
  • Webnews.de
  • MySpace
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Buzz
  • Live
  • StumbleUpon
  • DotNetKicks
  • Yigg
  • Print
  • Sphinn
  • Blogplay
  • Simpy
  • Tipd
  • Mixx